Foto Ja, FoolCan, du bekennst dich. Hochöffentlich stellst du dich an den Zeitpranger. Gestern kam unsere neue Uhr aus dem Land der fleißigen Hallenarbeiter. Deine neue Armbanduhr hat dich erreicht. Letzte Woche noch in der ElektroBucht und heute schon an deinem haarigen Arm. “Aber schee isse!”

Wie machen die Menschen das nur? Du bis weniger als 12 Euro inklusive der Verfrachtung nach Europa losgeworden. Für 12 Euro erreicht dich eine Automatikuhr in durchaus attraktiven Design. 10.000 km über den Globus, einmal ohne Beanstandung durchs zentrale Zollamt in FFM und bis vor die Haustür. Die Uhr gibt’s quasi oben drauf! Du hattest schon vermutet, dass sie rückwärts geht – Countdown zum Doomsday oder sowas.  Irgendwer muss doch unter deiner Uhrsucht leiden. Also, außer deiner Gemahlin. Irgendwelche niedlichen Kinder mit großen Kulleraugen und feinmotorisch ausgebildeten Händen? Oder Singlefrauen, die im Land der fies grinsenden Sonne zu Arbeitsdrohnen umdefiniert wurden? Aber nix! Es klebt kein Blut im Glas und das Armband riecht nicht einmal nach dieser typischen Chinabeize, sondern legt sich geschmeidig an die konsumorientierte Haut. Auch nach einem Tag tragen zeigen sich noch keine Ekzeme.

Was ist also zu tun? Wie verhältst du dich richtig?

Genau: Zwei weitere Exemplare sind bereits auf ihrem weiten Weg. Diesmal auch designtechnisch deutlich mutiger in Anlehnung bekannter Uhren

Was dir gefällt ist, dass es im größten Uhrenforum der Republik regelrechte Chinaticker-Hasser gibt. Jetzt überlegst du, wieviel Freude es bereiten wird dort einen enthusiastischen Post über die feinmechanischen Höchstleistungen der Asiaten zu bringen. Aufregen fördert den Blutdruck und reinigt die Herzen. Das ist doch was Gutes.

Jaja. Für alle, die aufschreien “Watt ‘n hässlicher Brummer!” und damit die Uhr meinen: Geschmack ist, wem ’s gefällt!

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