Foto (4) Da bist du also deinem Lieblingskunden auf schmähliche Weise fremd gegangen. “Use ur clients products!”, so dröhnt es deinem Team noch in den Ohren. EIne Stimme wie Donnerhall mit missionarischem Eifer. Dafür hast du sogar Freundschaften aufs Spiel gesetzt. Und nun das! Dein HTC Touch Pro HD 2 (oder so ähnlich) geht zurück an die firmeneigene IT und dafür kuschelt sich nun ein iPhone 4 in deine Hand. FoolCan, FoolCan! Wie willst du das den Menschen nur erklären, die sich deiner kommunikativen Kraft anvertraut haben? Okay, du bist auf Microsoft Windows Phone 7 (wer zur Hölle denkt sich eigentlich immer diese unmerkbaren Bezeichnungen aus???) extrem gespannt. Aber erste wenn es dem HTC gelingt, sich aus der Zeitschleife (Neustart – Hochfahren – Begrüßungsbild – Absturz – Neustart – Hochfahren – Begrüßungsbild – Absturz – …)  zu befreien. Ach Mist, ganz vergessen: Ausgerechnet das modernste Telefonie-Werkzeug aus Korea ist nicht zugelassen für den mobilen coup aus Redmont… Angeblich hat das Gerät zuviele Knöpfe … äh …???

Zurück zum Eifohn: Im Vorfeld gab es ja kein Entrinnen vor dem Armageddon der Apfelbeißer aus Cupertino. EMPFANGSTERROR! DEATH GRIP! FREE BUMPER! AAaaaaaahhhh….  Nach den Horronachrichten hast du dich nicht getraut das Phone im Dunklen auszupacken. Also Licht an und jemanden dazu geholt, der zur Not einen Arzt verständigen kann. Aber. Nix da. Ausgepackt, MicroSIM gebastelt und Zack! im Netz! Alles funktioniert auf Anhieb. Und das sogar mit eplus! Jetzt übst du seit Tagen verzweifelt den Deathgrip, jenen sagenhaften linkshändischen Todesstoß für sprachetragende Funkwellen. Aber irgendwie stellst du dich sogar dabei zu doof an. Die ganze Zeit hat dein Mainstreamphone Empfang (außer bei dir auf dem Sofa, aber dazu musst du es nicht mal anfassen). Was ist also zu tun? Bist du eine Funkwellen-Pussy? Ist deine Hand zu alt? Hast du einen Mädchengriff? Hör’ auf so heftig zu nicken, Alexander, das ist nicht gut für deine Nackenwirbel!

Was macht man also als gewiefter iPhone-User? Du suchst ne passende App. Is’ doch logisch. Allerdings lautet das Suchergebnis “Keine Treffer”. Also keine App des Todes? Immerhin gibt es auf den Suchbegriff “Todeskralle” ein Ergebnis. Entgegen meiner Erwartung nicht Bruce Lee, sondern ein eBook von Karen Rose. Und da schließt sich der Kreis.

Fazit: Keine App für den Todesgriff, aber ein Mädchen-eBook namens <Todesbräute>. Das ist mir mit 14,99 Euro aber zu teuer. Mein Budget ist auf Grund besonderer Ausgaben im Bereich Technik bereits maßlos überzogen.

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