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Dieses Jahr also Cannes. Letztes Jahr wurde dein Aufenthalt dort ja leider kurzfristig abgesagt. Wir müssen alle die Kostenbremse betätigen. Nicht zuletzt Agenturen, die vor einschneidenden Veränderungen stehen. Nach dem Wechsel ins gelobte Wunderland und der stillen Hoffnung auf einen Shortlistplatz ganz dicht am Himmel der Werbung, im Sternbild des Löwen, da klappt das plötzlich doch ganz unklassisch mit dem Besuch bei den Franzmännern. Über 30 kreative Schwergewichte des Wunderlandes zelteten von Montag bis Mittwoch auf dem Dach des Palais de Festival. Jede Menge hochkarätige Sessions, zumeist besetzt aus den eigenen Reihen, machten Lust auf mehr. So kamen David Sable, Chef des Wunderman Netzwerkes und Daniel Morell, CEO Wunderman worldwide, vorbei und gaben euch die neue kreative Richtung für die kommenden Jahre mit. Aber auch Simon Sylvester, Autor von Mobile Mania, John O’Keefe, CCO der WPP und hochrangige Kundenvertreter aus von über dem Teich erwiesen euch die Ehre. Du musst sagen, du warst very impressed. Die Pausen auf dem “Hot Tin Roof” waren mit einer atemberaubenden Kulisse bedacht und die Partys an der Croisette können einen Mann unter 50 schon mal aus dem moralischen Takt bringen. Die selbstverständliche Internationalität des Festivals macht zudem Laune. Sehr hübsche junge Frau taucht vor uns auf: “Hi FoolCan, may I introduce you to my colleague from Dubai?” Ja. Jajaja!! Und nicht nur Matt aus Australien und Paolo aus São Paulo hat es den Atem verschlagen… Wie gut, dass wir gefeit sind vor solcherlei attraktiver Versuchung, treuester FoolCan.

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Die Ausstellung ist durchaus anstrengend und begeisternd zugleich. Hunderte und aberhunderte beeindruckender Arbeiten ziehen am Auge vorbei. Zu Beginn noch aufmerksam und genau, löst sich der Betrachter nach und nach aus dem Kleinteiligen und beginnt über die Layouts zu fliegen und hakt sich dann hie und da wieder in den Stream ein, verharrt, taucht kurz ein, um dann wieder weiter zu treiben. Die Cyber Lions waren quasi nicht betrachtbar. Dazu mussten Monitore gequält werden und viel zu dünne Datenleitungen, die es nicht schafften Filme in mehr als 2 Sekunden langen Häppchen anzubieten. Nach spätestens zehn Shortlistplätzen war der Spaß auf Null und es lockten die Pappen an den Stellwänden mit ihrer Barrierefreiheit. Insgesamt fällt es schwer sich intelligente Lösungen zu erschließen, Schönheit ist zu offensichtlich und die schnelle Pointe verlockend. Und ach, das Leben ja so kurz. Wo sich die Kollegen wohl wieder rumtreiben? Oh, schon wieder 14 Uhr! Hurtig das Dach des Palais erklommen und andächtig den Ausführungen des CEOs eines der größeren Medianetzwerke gestellt. Der erklärte euch die Zukunft wie er sie sich vorstellt und ließ euch alle mit ratlosem Blicken zurück. Seine Vision entsprach zu hundert Prozent eurer Job Description. Aber es war herzerfrischend mitzuerleben, wie sich der ältere Herr so über sein iPad freuen konnte. Und dass er es verstanden hat.

Persönliches Highlight war der Besuch zweier Kunden, die zu jeder Zeit angenehme Begleitung sind. Ob nun Präsentation oder Strand-Party. Grund der Anwesenheit war, dass deine und deines Teams Arbeit auf der Shortlist erschien. So dicht am Löwen! Und dann in letzter Instanz leider doch gescheitert. Bruno Kammerl hat es dann leider doch nicht ganz geschafft. Aber nach den bisherigen Erfolgen im Award-Rennen ist der Shortlistplatz beim Cannes Festival doch ganz ehrenvoll. Immerhin das erste Mal überhaupt für meinen Lieblingskunden! Und nach Cannes ist vor Cannes!

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